Struktur des DSS-WuK
Das DSS-WuK bietet dem Nutzer zur schnellen Einordnung und Übersicht vorprozessierte thematische Karten der gesamten Bundesrepublik Deutschland an. Diese Karten bilden z. B. die Niederschlags- und Temperaturveränderung der zwei Klimaszenarien B1 und A1B für drei 30-jährige Perioden bis 2100 sowie den Status quo ab. Neben diesen flächenhaften Informationen kann der Nutzer regional differenzierte Ergebnisse zu biotischen und abiotischen Risiken, zur veränderten Leistung und zur ökonomischen Bewertung der Hauptbaumarten Eiche, Buche, Fichte, Douglasie und Kiefer abrufen.
Das DSS-WuK gliedert sich in die nutzerspezifische Eingabe, den eigentlichen Systemkern und den Bericht, der als Ergebnis der Abfrage ausgegeben wird.
Die drei Bestandteilen des DSS-WuK:
- Die Eingangsdaten zum Relief, Boden, Klima und Bestand stellen die Basis für die zu entwickelnden Module dar. Über eine Benutzerschnittstelle kommuniziert der Anwender mit dem System und kann seine Abfragen formulieren. Es werden Lagekoordinaten angegeben, über die eine regionale Einordnung erfolgt, beispielsweise die Zuordnung zu den Rasterzellen der Klimaszenarien. Verfügbare Informationen z.B. über bodentypische Leitprofile können vom Nutzer ergänzt werden.
- Zentraler Baustein des DSS sind die verschiedenen, integrierten Module. Diese beschreiben mit prozessorientierten oder statistischen Methoden und Modellen die wichtigsten klimaabhängigen Stressoren Wind, Trockenheit, Nährstoffangebot und Schaderreger. Die durch die Klimaänderung veränderte Wachstumsdynamik der Bestände wird mit Hilfe eines klimasensitiven, standortsabhängigen Wachstumssimulators beschrieben.
- Im dritten Teil werden die Ergebnisse der naturalen Modellierung auf Grunndlage eventueller Zuwachsveränderungen ökonomisch bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten von biotischen und abiotischen Schadereignissen werden zu Überlebenswahrscheinlichkeiten der Bestände aggregiert.